Telefonschnitzel – Oder: Aufklärung für Anfänger

Als erstes muss ich mal sagen, dass ich dieses Wörtchen bei dieser netten Person hier geklaut habe, weil es mir nämlich supergut gefällt. Da ich bereits seit Jahren unter eine chronischen Telefonitis leide – und das irgendwie sowas von negativ klingt – bin ich nun offiziell dafür, dass sich ab sofort alle Betroffenen doch lieber Telefonschnitzler nennen sollten. Das klingt doch viel schöner und passt genauso gut, denn ein Schnitzel kann man sich ebenso schön auf der Zunge zergehen lassen wie die supergenialen Flatminuten, die ein dauerhaftes Telefonvergnügen versprechen – eigentlich.

Wenn ich zum Beispiel mit meiner Lieblingsbloggerin dem Telefonschnitzel verfalle, dürfen wir nur 2 Stunden am Stück dieses Vergnügen genießen – danach sind die werten Herren von den Schaltzentralen der Meinung, sie müssten unseren Stimmbändern eine Erholung verschaffen – die dann aber nur wenige Sekunden währt, weil es gibt ja die Wahlwiederholung.

Wie auch immer, beim Telefonschnitzeln – gerade wenn sich die Frauen dieser hochwichtigen Aufgabe widmen – kommen ja so die unterschiedlichsten Themen zutage. Gerade hier zeichnet sich das Geschlecht Frau durch Flexibilität, Einfallsreichtum und Kreativität aus. Weiterhin wird bei weiblichen Telefonschnitzelangelegenheiten auch deutlich, wie logisch wir Frauen die Dinge von allen Seiten betrachten und auch – zumindest aus männlicher Sicht – den unwichtigen Dingen Beachtung schenken, die sich dann später doch als durchaus wichtig herausstellen.

Ein Beispiel:

Es ist doch unglaublich wichtig, dass sich Mütter untereinander austauschen um zu gucken, welche Erziehungsmaßnahmen denn andere Mütter in gewissen Situtaionen ergreifen und wie man heikle Themen, wie die Fortpflanzung denn am ehesten dem Nachwuchs nahebringt, ohne für posttraumatische Belastungsstörungen zu sorgen und somit den sowieso schon arg ausgelasteten Psychologen, noch weiteres Klientel zu verschaffen. Darum bedarf es einer intensiven Eröterung dieses Themas am Telefon mit anderen Müttern.

Wenn sich zum Beispiel herausstellt, dass der Ahhhja – Fall eingetreten ist, muss man als Mutter natürlich gegensteuern und dem lieben Nachwuchs weitere kreative wahrheitsgetreue Ideen in den Kopf pflanzen, damit sich das Gedankenwachstum auch in die richtige Richtung ausbreitet. Was also tut Frau? Richtig – sie telefonschnitzelt und bekommt somit neue Ideen um dieser Situation angemessen gegenüber zu treten. Schließlich ist ja die Zeit der Bienchen und Blümchen schon laaange vorbei.

Fakt ist doch, es kommt bei der Fortpflanzung nicht auf die Dauer an, welches Geschlecht sich am eventuell daraus resultierenden Ergebnis entwickelt – es kommt auf die Socken an. Es gibt einen Jungen, wenn der Mann die Socken anlässt und seine Socken blau sind. Ein Mädchen wird es natürlich bei rosafarbenen Socken. Alle anderen Farben überlassen dem Kind die Qual der Wahl – und da es ja bereits im Mutterleib etliche Erfahurngen sammelt, ist natürlich auch klar, warum es mehr Frauen als Männer gibt. Aus diesem Grund gibt es auch nicht mehr nur rosafarbene und blaue Socken, da die Strumpfindustrie sich darauf spezialisert hat, der Meinungsfreiheit größeren Spielraum zu verschaffen. Um für Verwirrung zu sorgen, wurden in die Strümpfe nun auch noch Muster eingenäht oder Applikationen darauf gesetzt, diese haben jedoch nur eine geringe Auswirkung auf die Art des Geschlechts und sind eher gewissen Charaktereigenschaften beim späteren Kind zuzuschreiben. Sind süße Bommeln an den Socken, tendiert dieser Strumpf – unabhängig von der Farbe – eher zum männlichen Gechlecht (bei uns Frauen bommelt nämlich nüscht, da sitzt alles straff und knackig und jeder Mann der was anderes behauptet sollte einen Optiker aufsuchen!!!) Zehensocken geben Sicherheit, wenn das liebende Paar befürchtet, einen Frosch zu gebären. Durch das tragen der Zehensocken beim Akt, wird die Bildung von Schwimmhäuten zwischen den Zehen unterbunden.

So, die erste Stunde – Sexualität für Anfänger ist hiermit beendet – ich freue mich bereits auf die nächste Stunde…

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3 Gedanken zu “Telefonschnitzel – Oder: Aufklärung für Anfänger”

  1. Hm. Ich war beim Optiker. Danach wurde es deutlich…schlimmer. Ungefilterte Realität, wo vorher sanfte Weichzeichnung vorherrschte. Dein Rat ist also im höchsten Maße kontraproduktiv. 😀

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