An die Gesellschaft

NaDasKannJaHeiterWerden

ich habe es mir nicht ausgesucht, psychisch krank zu sein. das ist kein zustand, den ich freiwillig angetreten bin. und doch unterstellt man es mir irgendwie. ich werde verurteilt. ich werde mit distanz von oben bis unten begutachtet. „die“ ist schwach, labil, negativ, kriegt sowieso nix auf die reihe. sitzt den ganzen tag zuhause und hat zeit ohne ende. „wir“ arbeiten den ganzen tag und leisten unseren beitrag für die gesellschaft.

ich habe eine abgeschlossene berufsausbildung. ich habe mit schwerer depression eineinhalb jahre durchgearbeitet, bis ich mich das erste mal krank schreiben ließ. ein halbes jahr. dann habe ich wieder ein jahr gearbeitet. und dann brach ich komplett zusammen.

ich habe permanent ein schlechtes gewissen, weil ich meiner pflicht nicht mehr nachkommen kann.

es wird nicht hinter den menschen geblickt und hinterfragt, warum jemand psychisch krank geworden ist, welche sorgen und ängste ihn begleiten. der kampf gegen die krankheit wird…

Ursprünglichen Post anzeigen 234 weitere Wörter

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Ein Gedanke zu “An die Gesellschaft”

  1. Ich fühle mich ein bisschen schuldig, dass du hier über deine Gefühle schreibst, dich nach aussen wendest und ich lese das erst heute… 😦

    Wie geht es dir gerade?
    Würde mich freuen, von dir zu hören! *kuss*

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